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Artikel aus der Freien Presse vom 3. März 2003
Stollberg/Chemnitz: Nicht mal mehr die Rücklichter zu sehen Für Fahrgäste gibt es morgens keinen Direktanschluss zur City-Bahn Schon wenige Tage nach Wiederinbetriebnahme des Personenzug-Nahverkehrs Stollberg - St. Egidien - Glauchau handelte sich der Regio-Infra-Service Sachsen als Streckenbetreiber die ersten Beschwerden ein. Fahrgäste, die am frühen Morgen keinen Direktanschluss zwischen dem hochmodernen Regio-Shuttle und der City-Bahn haben, riefen bei der Freien Presse an, um sich darüber zu beklagen. Nicht einmal mehr die Rücklichter ihres Anschluss-Zuges sehen die Fahrgäste, wenn sie beispielsweise aus Richtung Chemnitz kommend um 5.47 Uhr in den Bahnhof Stollberg einfahren. Der Zug nach Glauchau ist schon längst unterwegs. Pünktlich nach Fahrplan fährt der ab Stollberg, Bahnhof um 5.35 Uhr gen Glauchau ab. Bis zum nächste Anschluss müssten die Leute eine gute Dreiviertelstunde Wartezeit in Kauf nehmen. Denn während die City-Bahn im 30-Minuten-Takt zwischen Chemnitz und Stollberg pendelt, verkehrt der Regio-Shuttle von und nach Glauchau lediglich im Ein-Stunden-Rhythmus. Das Manko des fehlenden Anschlusses am frühen Morgen ist der City-Bahn Chemnitz GmbH freilich bekannt. Eine Lösung noch vor der Wiederinbetriebnahme war jedoch offenbar nicht möglich. City-Bahn-Assistent Mathias Korda nannte dafür die Gründe. Das Problem ist vielschichtig. Zum einen nutzen wir als Subunternehmen in Chemnitz die Straßenbahnlinie der CVAG (Chemnitzer Verkehrsgesellschaft) und müssen uns dort in deren Fahrplan eintakten. Ein zweiter Fakt aber wiegt offenbar noch schwerer. Denn die Personenzüge von Stollberg nach Glauchau und retour verkehren zwischen St. Egidien und Glauchau auf dem Schienennetz der Deutschen Bahn. Das bedeutet, auf diesem DB-Teilstück fahren unter anderem der Interregio-Express, die Regionalbahn und dann erst wir, erklärte Korda. Im Klartext heißt das: Bevor die Bahnschiene für den Regio-Shuttle frei ist, haben alle anderen Züge Vorfahrt. Eine andere Streckennutzung scheint allein aus diesem Grunde nicht so leicht machbar. Dennoch soll das Problem im Interesse der Fahrgäste bald gelöst sein. Es gebe bereits Überlegungen, noch früher als jetzt die ersten Bahnen einzusetzen. Korda kündigte an, dass schon ab 4.30 Uhr die erste Straßenbahn ab Chemnitz Hauptbahnhof beziehungsweise Stollberg rollen soll. Bereits in zwei Monaten könnte das Realität sein. Bis dahin sei jedoch zu klären, wer das bezahlen soll.
(wl)
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