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Artikel aus der Freien Presse vom November 2001
Chemnitzer Modell kommt jetzt in Fahrt Planungen für Streckenausbau bis Stollberg abgeschlossen - 40 Millionen Mark werden investiert - Erste Bahn vom Werk in Bautzen ausgeliefert VON UDO LINDNER Chemnitz/Stollberg. Sieben Jahre nachdem eine Machbarkeitsstudie die Chancen einer umsteigefreien Verbindung zwischen dem Netz der Chemnitzer Straßenbahnen und dem in Eisenbahnnetz im Umland auf gelistet hat, sind die letzten Planungen dafür in dieser Woche abgeschlossen worden. Wie der neue Sprecher der im April gegründeten Regio Infra Service Sachsen GmbH (RIS), Andreas Rasemann, der „Freie Presse” sagte, erfolge jetzt die europaweite Ausschreibung der Bauarbeiten. Der Ausbau der Strecke zwischen dem bereits im Bau befindlichen Verknüpfungspunkt in Altchemnitz und Stollberg kostet knapp 40 Millionen Mark und soll innerhalb eines Jahres abgeschlossen sein. „Am 1. Januar 2003 wollen wir definitiv mit den neuen Straßenbahnen vom Hauptbahnhof in Chemnitz bis nach Stollberg fahren”, so Andreas Rasemann. Die erste Bahn aus dem Werk in Bautzen ist bereits in Chemnitz eingetroffen im d wird in den Werkstätten der CVAG derzeit für den Betrieb vorbereitet. Von den in Chemnitz bereits ein gesetzten Variobahnen unterscheiden sich diese Züge um im Radlprofil, wodurch der Einsatz auf den Straßenbahn und den Eisenbahngleisen möglich ist. Insgesamt werden in den nächsten Monaten sechs derartige Variobahnen angeliefert, Kostenpunkt: 24 Millionen Mark. Übergangsweise werden diese bis zur Inbetriebnahme der Strecke nach Stollberg im Chemnitzer Straßenbahnverkehr eingesetzt. Vom Erfolg des Chemnitzer Modells ist Andreas Rasemann zutiefst überzeugt. Vorbild ist für ihn die seit einem Jahr von einer privaten Gesellschaft sehr erfolgreich betriebene Verbindung Freiberg-Holzhau, deren Aufbau maßgeblich unter seiner Leitung erfolgte. Bisher verkehrten auf der mit Triebwagen befahrenen Strecke Chemnitz Stollberg Chemnitz pro Tag zwischen 450 und 7oo Fahrgäste. Rasemann sieht bei einem später vorgesehenen 20- beziehungsweise 30-Minutentakt ein Potenzial von 2000 bis 2500 Fahrgästen pro Tag, „Das setzt aber voraus, dass wir in je der Hinsicht den Fahrgästen Quälttät bieten”, so der Fachmann. Zusätzlich zur Verbindung nach Stollberg will die RIS künftig auch die Strecken zwischen Stollberg und St. Egidien sowie Chemnitz und Hainichen betreiben.
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