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Artikel aus der Freien Presse im Januar 2001
Alter Haltepunkt wird verlagert Ab 2005 rollen 80 Mal am Tag Variobahnen von Stollberg nach Chemnitz
Von Uwe Wolf
Niederdorf. Das geplante Projekt City-Bahn berührt auch das Gebiet der Gemeinde Niederdorf. Die baulichen Veränderungen auf dem Territorium des Ortes werden mit etwa 1,88 Millionen Mark zu Buche schlagen. Der Gemeinderat beschäftigt sich am Mittwoch ausführlich mit dem Vorhaben. So sind zahlreich Umbauten und -rüstungen erforderlich, um die Bahnstrecke für das City-Bahn Projekt nutzbar zu machen.
Zwei Bahnübergänge sollen geschlossen werden. Andere Berührungspunkte zwischen Straße oder Weg und Bahntrasse sollen mit Lichtsignalanlagen oder Schranken ausgestattet werden. Wie Heinz Fay, Mitarbeiter der Stollberger Bauverwaltung, erklärte, wird der Haltepunkt Niederdorf in Richtung Bahnübergang verlagert. Der alte Haltepunkt werde zurück gebaut. Auf dem Bahnhof sei ein Umspannwerk vorgesehen. Entsprechend den jetzt vorliegenden Planungen würden 16 Parkplätze geschaffen und auch Fahrradständer aufgestellt. Innerhalb des Trassenverlaufes müssten drei Brücken abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden, darunter die Brücke am Schrapsweg. Die Bahntrasse wird teilweise angehoben. Ab 2005 sollen Variobahnen darauf verkehren. Von 6 bis 22 Uhr werden 64 Züge und von 22 bis 6 Uhr 16 Züge fahren. Da es sich um eine bestehende Bahnanlage handelt, müssen nur die normalen Lärmwerte eingehalten werden. Tagsüber können diese bis zu 70 Dezibel und in der Nacht bis zu 60 Dezibel erreichen. Als negativ wurde im Gemeinderat bezeichnet, dass nur ein Stück Fußweg von der Bushaltestelle zum Bahnhof gebaut werden soll.
Im Interesse der Sicherheit der Umsteiger und Fußgänger wünscht der Gemeinderat, dass der Fußweg durchgezogen wird und auch eine Beleuchtung erhält. Ein Problem sieht man auch in der Entwässerung der Bahnanlagen. Das sollen die Planer mit der WAD klären. Die Kosten für den Streckenumbau sind immens. Allein das Anlegen von Haltestelle, Parkplätzen, Fahrradständer und die Busverknüpfungen sollen netto 434.000 Mark kosten. Die Umrüstung des Bahnüberganges Neue Schichtstrasse soll etwa 670.000 Mark netto kosten. Die Gesamtkosten von etwa 1,88 Millionen Mark werden gedrittelt. Je ein Drittel sollen die Bahn, der Staat und die Straßenbaulastträger klären.
Letzteres wird in Niederdorf zu einem Problem werden. Nach Einschätzung des Gemeinderates ist die Kommune nicht überall Baulastträger. Beispiele dafür sind der Heuweg und der Schachtweg. In solchen Fällen sei der Ärger vorprogrammiert, hieß es. Im Februar wollen die Abgeordneten der Gemeinde eine schriftliche Stellungnahme zur Planung verabschieden. Diese muss bis zum 13. März den Planern des Vorhabens vorliegen.
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